Solarthermie, was ist das eigentlich genau und wie kann ich Sie mir zu Nutze machen?
Solarthermie ist im Grunde nichts anderes als die Wärmegewinnung aus der solaren Strahlung. Täglich trifft unsere Erde eine von der Sonne geschickte Energiemenge, die annähernd 5000 mal größer ist, als der Bedarf an Energie den wie haben. SOmit ist das Potenzial dieser Energie größer, als das Potenziel aller anderer erneuerbarer Energien zusammen.
Die Solarthermie wird heutzutage vorrangig für Wärmegewinnung und Klimatisierung genutzt. Die Verminderung der klassischen Heizwärme ist so stark, das in Mitteleuropa bei effektiver Nutzung der Solarthermie auf eine aktive Heizungsanlage ganz verzichtet werden kann.
Kollektoren können zur Warmwasserbereitung, als eigenständige und vollwertige Heizung, oder zur Unterstützung einer bereits vorhandenen anderweitigen Heizung verwendet werden. Zu berücksichtigen sind die Beschaffenheiten des Gebäudes.
-Standort (Schatten, Sonne)
-Dämmung
-Dachgröße
Sofern diese Punkte berücksichtigt werden, ist eine anderweitige Heizung immer komplett ersetzbar.
Da die Wärme natürlich überwiegend im Sommer erzeugt wird gibt es verschiedene Möglichkeiten der Speicherung eben dieser:
- thermochemische Wärmespeicher (die Wärme wird saisonal nahezu verlustfrei chemisch abgebunden und zeitversetzt wieder freigegeben)
- Puffer-Wärmespeicher (zum Beispiel Wasser welches durch die Wärme erhitzt wird)
- Latentwärmespeicher (ein Großteil der Wärmeenergie wird im Phasenübergang von fest zu flüssig gespeichert)
In unseren Breitengraden lassen sich die besten Erträge bei einer Kollektorneigung von 30 bis 45 Grad und einer direkten Ausrichtung nach Süden erzielen (Azimut 0°).
Die optimalen Aufstellwinkel sollten im Einzelfall anhand regionaler Wetterdaten berechnet werden. Hierzu bieten verschiedene Hersteller entsprechende Simulations-Software an.
Generell wird der Einsatz von solarthermischen Anlagen vom Staat je nach Größe und Einsatzgebiet finanziell gefördert. Das BMU zielt mit der Förderung im Bereich der Niedertemperatur-Solarthermie darauf ab, den Anteil der Solarthermie an der Wärme- und Kälteerzeugung deutlich zu erhöhen. Sie soll zunehmend zur Substitution fossiler Brennstoffe und damit zur CO2-Minderung beitragen. Der Plan sieht vor, bis zum Jahr 2020 eine Verzehnfachung der installierten thermischen Solarleistung zu erreichen. Um dies realisieren zu können, wurde die Fördermaßnahme: „Solarthermie2000plus“ ins Leben gerufen. Sie richtet sich an Eigentümer entsprechend großer bestehender oder neu zu errichtender Gebäude bzw. Liegenschaften zur Integration von solarthermischen Anlagen in den Bauplan.
Hintergrund: Die Energiepolitik in Deutschland zielt gleichrangig auf
- die Wirtschaftlichkeit für Erzeuger und Verbraucher,
- die Schonung von Umwelt und Ressourcen, insbesondere auf die Minderung der CO2-Emissionen,
- die Sicherheit der Energieversorgung.
Die bestmödgliche und ästhetischste Lösung einer Solarthermie-Anlage realisieren Sie mit Solarziegeln bzw. Solardachpfannen.






